Das Wichtigste in Kürze
Der HKP ist gesetzlich vorgeschrieben (§ 87 Abs. 1a SGB V) und muss vor Behandlungsbeginn von der Krankenkasse genehmigt werden - wer vorher beginnt, verliert den gesamten GKV-Festzuschuss.
Basis-Festzuschuss bis 31.12.2026: 60 % der Regelversorgungskosten; mit 10 Jahren lückenlosem Bonusheft: 75 %. Ab 1.1.2027: 50 % bzw. 65 % (Verbraucherzentrale.de).
Der Eigenanteil ergibt sich aus Zahnarzthonorar plus Laborkosten minus GKV-Festzuschuss - die Laborkosten sind der Hebel, an dem sich am meisten sparen lässt.
Seit 1. Januar 2023 läuft der Prozess vollständig elektronisch (eHKP); eine Papierausfertigung ist auf Wunsch erhältlich.
Top Teeth bietet zwei Laboroptionen: Europa-Labor und China-Labor - beide CE/MDR-konform, ISO 13485-zertifiziert, mit bis zu 4 Jahren Garantie auf festsitzenden Zahnersatz aus dem China-Labor.
Für viele Patienten ist nicht die Behandlung das größte Problem - sondern die Rechnung. Der Heil- und Kostenplan (HKP) ist das Dokument, das über Zuschuss und Eigenanteil entscheidet. Wer seine Felder versteht, die Genehmigungsfrist kennt und die Laborkosten vergleicht, zahlt oft deutlich weniger - in manchen Fällen sparen Patienten bei den Laborkosten allein mehrere Hundert Euro.
Was ist der Heil- und Kostenplan?

Planung des Zahnersatzes: Zahnarzt berät Patient mit Vorher-Nachher-Visualisierung.
Der HKP ist ein gesetzlich vorgeschriebenes Dokument nach § 87 Abs. 1a SGB V, das Zahnärzte vor Beginn jeder prothetischen Behandlung für GKV-Versicherte erstellen müssen. Er dokumentiert Befund, Regelversorgung nach BEMA-Katalog, geplante Versorgung und voraussichtliche Gesamtkosten - einschließlich des erwarteten Festzuschusses der Krankenkasse. Ohne genehmigten HKP ist keine Festzuschuss-Bewilligung möglich.
Jede GKV-versicherte Person, die Zahnersatz - also eine Krone, Brücke, Prothese oder Zahnersatz auf Implantaten - benötigt, erhält einen HKP. Die Reihenfolge ist klar geregelt: HKP erstellen, genehmigen lassen, dann behandeln. Eine Ausnahme gilt ausschließlich für akute Notfallversorgungen, die separat außerhalb des HKP-Verfahrens abgerechnet werden.
Die Felder im HKP - was bedeutet was?
Der HKP folgt einem bundesweit einheitlichen Aufbau. Vier Kernbereiche sind für Patienten besonders relevant:
1. Zahnstatus und Befund
Dieser Bereich dokumentiert den aktuellen Zustand der Zähne im Behandlungsgebiet: welche fehlen, welche beschädigt sind, welche als Pfeilerzähne für eine Brücke dienen. Stimmt der Befund nicht mit dem tatsächlichen Zustand überein, sollte das vor der Unterschrift korrigiert werden - ein fehlerhafter Befund kann den Zuschuss gefährden.
2. Regelversorgung versus geplante Versorgung
Die Regelversorgung ist die BEMA-basierte Kassenleistung - das, was die GKV als medizinisch ausreichend und zweckmäßig einstuft. Der Festzuschuss berechnet sich ausschließlich auf Basis dieser Regelversorgungskosten, unabhängig davon, ob eine höherwertige abweichende Versorgung gewählt wird. Entscheidet sich der Patient für eine Vollkeramikkrone statt einer Metallkrone, trägt er die Differenz vollständig selbst. Die GKV übernimmt immer denselben Betrag - egal ob der Zahnersatz aus einem deutschen Labor oder aus dem Ausland stammt. Zertifizierter Auslandszahnersatz, wie ihn Top Teeth vermittelt, wird genauso bezuschusst.
3. Kosten und GOZ-Mehrkosten
Der HKP weist Zahnarzthonorar (GOZ-Positionen) und Laborkosten getrennt aus. Übersteigen die zahntechnischen Laborkosten im HKP 1.000 €, ist eine gesonderte schriftliche Vereinbarung nach GOZ Pflicht (Verbraucherzentrale.de). Dieser Block zeigt, wie viel Spielraum bei der Laborwahl besteht.
4. Implantate vollständig eintragen lassen
Bei Implantaten muss der HKP alle absehbaren Positionen enthalten - nicht nur das Implantat selbst, sondern auch Krone, Brücke oder Prothese als eigentlichen Zahnersatz. Fehlt eine Position, kann der Festzuschuss dafür nicht geltend gemacht werden (Verbraucherzentrale.de).
Was sind versteckte Kosten beim Zahnersatz, die im HKP auftauchen?
Viele Patienten sind überrascht, wenn der Eigenanteil höher ausfällt als erwartet. Die häufigste Ursache: Positionen, die im HKP stehen, aber im Beratungsgespräch nicht einzeln erläutert wurden. Typische Zusatzkosten:
Röntgenaufnahmen und Abformungen vor der Prothetik - eigene BEMA- oder GOZ-Positionen, oft nicht im Fokus der Beratung
Provisorische Versorgungen während der Behandlungsphase
Chirurgische Vorarbeiten wie Knochenaufbau, Extraktionen oder Parodontitis-Behandlung - diese werden vor dem Zahnersatz abgerechnet und erscheinen im HKP als separate Zeilen
Ästhetische Mehrkosten für Keramikverblendungen oder Zirkonmaterial statt Metall-Keramik
Abweichende Versorgung: Wählt der Patient eine hochwertigere Versorgung als die Regelversorgung, trägt er die gesamte Kostendifferenz selbst
Aus der Erfahrung von Top Teeth ist der Laborkostenanteil dabei oft der größte variable Posten - und gleichzeitig der einzige, den Patienten aktiv beeinflussen können, ohne die medizinische Versorgung zu verschlechtern.
Vom HKP-Entwurf zur Genehmigung - 7 Schritte

Zahnarzt zeigt Patientin Vorher-Nachher-Ergebnis ihrer geplanten Zahnversorgung.
Der Genehmigungsprozess ist seit 1. Januar 2023 vollständig elektronisch (eHKP). Die sieben Schritte verlaufen in fester Reihenfolge - keiner darf übersprungen werden:
Zahnarzttermin und Befundaufnahme
HKP-Entwurf erstellen und erläutern lassen (Regelversorgung vs. geplante Versorgung, Aufschlüsselung Honorar und Laborkosten)
Vollständigkeit prüfen - bei Implantaten auch Krone, Brücke oder Prothese als eigentlichen Zahnersatz eintragen lassen
Einverständnis unterzeichnen
Elektronische Übermittlung (eHKP) direkt von der Zahnarztpraxis an die Krankenkasse (KZBV)
Genehmigung abwarten - gesetzliche Frist: 3 Wochen nach § 13 Abs. 3a SGB V; zieht die Kasse den Medizinischen Dienst hinzu, verlängert sich die Frist in der Praxis auf 6-8 Wochen
Genehmigten HKP und Festzuschuss-Bescheid erhalten - erst danach Behandlung beginnen
Wichtig: Wer auch nur eine einzige Position aus dem HKP behandeln lässt, bevor die Krankenkasse schriftlich genehmigt hat, verliert den Anspruch auf den gesamten GKV-Festzuschuss - ohne Ausnahme. Nur echte Notfallbehandlungen sind davon ausgenommen (Wikipedia / KZBV). Seit 2023 erhalten Patienten keine automatische Papierausfertigung mehr; sie können sie aber ausdrücklich verlangen.
Den vollständigen Antragsprozess mit weiteren Spartipps erklärt unser Ratgeber Zahnersatz beantragen: Ablauf, Zuschuss und Spartipps.
Wie lange ist der HKP gültig - und was passiert beim Zurücktreten?
Ein genehmigter HKP ist in der Regel 6 Monate gültig. Beginnt die Behandlung nicht innerhalb dieser Frist, muss ein neuer HKP erstellt und erneut genehmigt werden. Solange die Behandlung noch nicht begonnen hat, können Sie den HKP ablehnen oder einen anderen Zahnarzt aufsuchen. Ist die Behandlung bereits gestartet, gelten die vereinbarten GOZ-Positionen als verbindlich.
Ein Zahnarztwechsel nach HKP-Genehmigung ist grundsätzlich möglich, erfordert aber in der Regel einen neuen HKP beim aufnehmenden Zahnarzt - was die Genehmigungsphase neu startet. Klären Sie dies vorab direkt mit Ihrer Krankenkasse.
Festzuschuss berechnen - Bonusheft, Regelversorgung, Härtefall
Der Festzuschuss ist der Anteil, den die Krankenkasse an den Regelversorgungskosten übernimmt. Seine Höhe hängt von drei Faktoren ab: Bonusheft-Nachweis, Dauer des lückenlosen Nachweises und Härtefall-Status.
Situation | Festzuschuss bis 31.12.2026 | Festzuschuss ab 1.1.2027 |
|---|---|---|
Ohne Bonusheft-Nachweis | 60 % | 50 % |
5 Jahre lückenloses Bonusheft | 70 % | 60 % |
10 Jahre lückenloses Bonusheft | 75 % | 65 % |
Anerkannter Härtefall (§ 55 Abs. 2 SGB V) | 100 % der Regelversorgungskosten | |
Quelle: Verbraucherzentrale.de; GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz vom 24.07.2026, § 55 Abs. 1 SGB V. Vor dem 1.1.2027 bewilligte Festzuschüsse haben Bestandsschutz.
Beim anerkannten Härtefall übernimmt die Krankenkasse 100 % der Regelversorgungskosten; Mehrkosten für eine abweichende Versorgung bleiben davon unberührt. Ob ein Härtefall vorliegt, prüft die Krankenkasse anhand von Einkommensnachweis und Belastungsgrenze - mehr dazu im Ratgeber Härtefall beim Zahnersatz: wer zahlt wie viel.
Das Bonusheft ist das wirksamste Instrument, um den Festzuschuss dauerhaft zu erhöhen. Wie Sie Lücken vermeiden und offene Einträge nachtragen lassen, erklärt der Ratgeber Bonusheft beim Zahnarzt: So steigt Ihr Festzuschuss. Die Änderungen ab 2027 fasst Update: Festzuschuss sinkt 2027 auf 50 Prozent zusammen.
Den Eigenanteil senken - Laborkosten im Blick behalten

Zahntechniker modelliert Zahnersatz - präzise Laborfertigung für beide Top-Teeth-Optionen.
Der Eigenanteil ergibt sich aus Zahnarzthonorar plus Laborkosten minus GKV-Festzuschuss. Das Zahnarzthonorar ist weitgehend vorgegeben; die Laborkosten hingegen sind variabel - und genau dort liegt der größte Hebel.
Top Teeth bietet zwei Bestelloptionen: Europa-Labor und China-Labor. Beide Labore arbeiten nach deutschen Standards, sind CE/MDR-konform und ISO 13485-zertifiziert. Das DE-Labor-Preisniveau in der folgenden Tabelle dient ausschließlich als Preisbenchmark - es ist keine Bestelloption bei Top Teeth.
Zahnersatz | Europa-Labor (Laborkosten) | China-Labor (Laborkosten) |
|
|---|---|---|---|
Vollzirkonkrone | ca. 209 € | ca. 129 € |
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Dreigliedrige Brücke | 550-700 € | 300-420 € |
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Totalprothese | - | ca. 269 € |
|
Alle Angaben sind ungefähre Laborkosten-Spannbreiten, kein Fixpreis. Auf festsitzenden Zahnersatz aus dem China-Labor gewährt Top Teeth 4 Jahre Garantie; auf alle anderen Leistungen gelten 2 Jahre.
Fallbeispiel: Dreigliedrige Brücke (Laborkosten)
Laborkosten DE-Labor (Benchmark) |
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Laborkosten Top Teeth Europa-Labor | ca. 625 € |
Laborkosten Top Teeth China-Labor | ca. 360 € |
Ersparnis bei den Laborkosten (China-Labor vs. DE-Labor) | ca. 1.040 € |
Dieses Beispiel zeigt ausschließlich die Laborkosten. Der tatsächliche Eigenanteil hängt zusätzlich vom Zahnarzthonorar und dem individuellen GKV-Festzuschuss ab - dazu kann Top Teeth keine Aussage treffen.
HKP hochladen und Laborkosten vergleichen
Sobald Ihre Krankenkasse den HKP genehmigt hat, können Sie die ausgewiesenen Laborkosten direkt mit den Optionen von Top Teeth vergleichen. Laden Sie Ihren genehmigten HKP hoch und erhalten Sie kostenlos eine Gegenüberstellung der Laborkosten für Europa-Labor und China-Labor, bezogen auf die im HKP ausgewiesenen Positionen - ohne Verkaufsdruck.
Einen vollständigen Überblick über Zuschuss, Bonusheft und Kostenoptimierung bietet die Themenseite Krankenkasse und Zuschuss. Weiterführende Informationen zu den Kostenfaktoren beim Zahnersatz und zur Frage, wann eine Zahnzusatzversicherung sinnvoll ist, finden Sie in den verlinkten Ratgebern.
Häufige Fragen zum Heil- und Kostenplan
Wie lange ist ein genehmigter HKP gültig?
Ein genehmigter Heil- und Kostenplan ist in der Regel 6 Monate gültig. Beginnt die Behandlung nicht innerhalb dieser Frist, muss ein neuer HKP erstellt und genehmigt werden.
Kann ich vom HKP zurücktreten, nachdem ich unterschrieben habe?
Solange die Behandlung noch nicht begonnen hat, können Sie den HKP ablehnen oder einen anderen Zahnarzt aufsuchen. Ist die Behandlung bereits gestartet, gelten die vereinbarten GOZ-Positionen als verbindlich.
Was sind versteckte Kosten beim Zahnersatz-Kostenvoranschlag?
Typische Zusatzkosten, die Patienten überraschen: Röntgenaufnahmen und Abformungen (eigene BEMA/GOZ-Positionen), provisorische Versorgungen, chirurgische Vorarbeiten wie Knochenaufbau oder Extraktionen sowie Mehrkosten für ästhetische Keramikverblendungen. Diese Positionen stehen im HKP, werden aber im Gespräch oft nicht gesondert erläutert.
Mein Bonusheft hat Lücken - wie hoch fällt der Verlust beim Festzuschuss aus?
Eine einzige fehlende Jahresangabe kann den Festzuschuss auf den Basissatz begrenzen (bis 31.12.2026: 60 %, ab 1.1.2027: 50 %), auch wenn alle anderen Jahre lückenlos sind. Lassen Sie offene Einträge vor der HKP-Einreichung vom Zahnarzt nachtragen, soweit dies belegbar ist.
Wie lade ich meinen HKP bei Top Teeth hoch?
Unter topteeth.de/preise#hkp laden Sie Ihren genehmigten HKP hoch und erhalten kostenlos eine Übersicht der Laborkosten für Europa-Labor und China-Labor, bezogen auf die im HKP ausgewiesenen Positionen.
Darf ich nach genehmigtem HKP noch den Zahnarzt wechseln?
Ein Wechsel ist grundsätzlich möglich, erfordert aber in der Regel einen neuen HKP beim aufnehmenden Zahnarzt - was die Genehmigungsphase neu startet. Klären Sie dies vorab mit Ihrer Krankenkasse.



